Zürich, 02:36 Uhr – Guten Morgen, oder besser gesagt, hallo Dunkelheit, mein alter Freund.
Es ist wieder einer dieser Nächte, in denen ich darüber nachdenke, ob meine Entscheidung, vor dem Schlafengehen Espresso zu trinken, vielleicht nicht gerade die klügste Idee war. Hier sitze ich nun, inmitten dieser schattenverhangenen Stunden, fünf winzige Stunden von meiner Weckzeit entfernt, und kein bisschen müde.
Es ist faszinierend, wie die Zeit ihre eigenen Spielchen treibt, wenn man wach im Bett liegt. Minuten dehnen sich aus wie Kaugummi in der Sonne, während die Stunden regelrecht dahinrasen. Plötzlich ist es 3 Uhr morgens, und ich frage mich, wie ich in nur vier Stunden zur Arbeit erscheinen kann, wenn ich nicht bald einschlafe. Die Uhr tickt erbarmungslos, und meine Augenlider weigern sich standhaft, sich zu senken.
Der Espresso, der in meiner Tasse am Abend so verlockend gedampft hat, scheint sich jetzt in meinem Blutkreislauf zu rächen.
Das Dilemma ist, dass ich genau weiß, wie wichtig Schlaf ist. Ich habe genug Artikel gelesen, die mir erzählen, dass Schlafmangel zu kognitiven Einbußen führt und meine Produktivität am nächsten Tag drastisch senken wird.
Aber in diesem Moment, in meiner nächtlichen Wachheit, scheint mir der Espresso-Trip wichtiger zu sein als der morgige Arbeitstag… (oh Gott, ich bereue es.. lol)
Da liege ich also, mit meiner Überdosis an Koffein und meinem Sumpf der Reue, und frage mich, wie ich hier herauskomme. Schlaflose Nächte sind wie ein Karussell, auf das ich aufgesprungen bin, ohne zu wissen, wie man aussteigt.
Aber hey, zumindest kann ich jetzt in aller Ruhe darüber schreiben, während die Welt noch schläft.
Und so geht diese Koffein-Odyssee weiter, eine Geschichte von Espresso-Tassen und verlorenen Träumen. Vielleicht sollte ich mir für die Zukunft merken: Espresso und Schlaf sind wie Feuer und Wasser – sie passen einfach nicht zusammen.
Aber bis dahin werde ich wohl versuchen, auf dieser nächtlichen Achterbahnfahrt das Beste draus zu machen und hoffen, dass mein morgendlicher Kaffee mich am Leben hält.
In vier Stunden geht das Abenteuer weiter, ob ich nun bereit bin oder nicht. Prost, Koffein, du hast gewonnen.
Gute Nacht, Züri
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