Single, Sassy und überfordert

Es ist doch wirklich immer das Gleiche: Du lebst dein Leben als ewiger Single, lernst hier und da ein paar Leute kennen aber selten kommt es zu einem richtigen Match. Und falls doch.. na ja, dann dauert es meist nicht lange, bis du dich in der „Friendszone“ wiederfindest.

Willkommen im Club: hier gibt es Kekse, aber keine Liebe. Es sei denn, du stehst auf „Bread Crumbing“ – das ist nämlich die neueste Art und Weise, wie man heutzutage warmgehalten wird. Ein paar Krümel hier, ein paar Krümel da, gerade genug um dich interessiert zu halten… aber nicht genug um dich wirklich satt zu machen. Hach, diese Gen Z.. sie wissen wirklich, wie man einen bei der Stange hält.

Und dann sind da diese Phasen, die jeder Single kennt: Eine Woche lang fühlst du dich wie ein Mauerblümchen auf dem Ball der einsamen Herzen, und plötzlich – ZACK! – drehen sich alle Köpfe in deine Richtung. Plötzlich will jeder etwas von dir.

Wo waren die alle, als du noch „Single Single“ warst und nicht nur dieses verwirrte, halbverzweifelte Etwas, das sich fragt, warum es jetzt so kompliziert ist?

Nehmen wir mal Typ A: Er ist nett, charmant, vielleicht sogar ein bisschen zu gut, um wahr zu sein. Ihr geht aus… habt Spaß und die Chemie stimmt. Aber irgendwie will es einfach nicht zum Kuss kommen. Du fragst dich, wie lange das noch so weitergeht. Vielleicht ist er einfach altmodisch. Wer weiß das schon? Vielleicht brauchst du auch einfach nur mehr Geduld – oder einen Energydrink, damit du nicht einschläfst, während du darauf wartest dass er endlich den Mut aufbringt.

Dann gibt es Typ B. Ihr hattet ein großartiges erstes Date.. er hat dir versprochen, dich nicht zu ghosten – und dann? Funkstille. Eine Woche lang nichts. Er sagt, er ist kein „Ghoster“, aber irgendwie fühlt es sich trotzdem genau so an. Das ist wie ein Puzzle mit 1000 Teilen, bei dem du nur 999 hast: Unbefriedigend und irgendwie sinnlos. Also sitzt du da und wartest darauf, dass er aus der Versenkung auftaucht, während du dich fragst, ob du vielleicht einfach nur an einer Geisterbeschwörung teilnehmen solltest.

Und schließlich Typ C. Er bringt dich fast jedes Mal zur Ekstase – wenn er dir im Friseursalon den Kopf wäscht. Diese „magic fingers“, der Vibe, die Atmosphäre – du fühlst dich wie im siebten Himmel, zumindest bis du realisierst, dass du eigentlich nur gekommen bist, um dir die Spitzen schneiden zu lassen. Es ist kompliziert, es ist verwirrend und irgendwie wünschst du dir, dass es auch außerhalb des Salons so knistern würde.

Ach, und dann gibt es noch die alte Flamme. Du erinnerst dich, wie er dein Herz inmitten dieser „Situationship“ gebrochen hat, die sich wie eine Beziehung anfühlte, aber irgendwie nie eine war. Er war der erste, bei dem du dich nach langer Zeit wieder aufgefangen gefühlt hast. Doch als du dich wirklich fallenlassen wolltest, hat er einfach losgelassen. Und jetzt… 5 Monate später, taucht er plötzlich wieder auf als wäre nichts gewesen.

Ja, bei so viel Auswahl kann man sich schon mal überfordert fühlen. Die Frage ist nur: Willst du wirklich einen dieser Typen?

Vielleicht ist es am Ende doch einfacher, einfach Single zu bleiben. Keine Dramen, keine Spielchen, keine verwirrenden Signale.

Einfach nur du, deine Freiheit und das süße Gefühl der Unabhängigkeit. Oder zumindest so lange, bis dir wieder jemand den Kopf verdreht – sei es durch charmante Nachrichten, unerwartete Funkstille oder „magic Fingers“ im Friseursalon.

Hinterlasse einen Kommentar