Gelassenheit

Nach einem spontanen Trip nach Basel finde ich mich in einem vertrauten Rhythmus wieder: dem gemächlichen Spaziergang entlang des Rheins.

Die Uferpromenade bietet eine beruhigende Kulisse, während die Gedanken sich frei entfalten können. Es ist erstaunlich, wie leicht die Erinnerungen an frühere Begegnungen in dieser Stadt wieder hochkommen. Menschen, die einst eine große Rolle in meinem Leben spielten, tauchen vor meinem inneren Auge auf. Manchmal frage ich mich, was diese Begegnungen mit mir gemacht haben, wie sie mich geprägt und verändert haben.

Der Gedanke lässt mich nicht los: War damals der richtige Zeitpunkt? Oft zweifelt man, hadert mit Entscheidungen, die man getroffen hat, und fragt sich, ob man vielleicht etwas verpasst hat. Doch was, wenn das Universum uns eine zweite Chance gibt? Würden wir den Mut aufbringen, es noch einmal zu versuchen? Wären wir bereit, dort anzusetzen, wo wir aufgehört haben, und herauszufinden, ob da noch etwas zwischen uns ist?

In solchen Momenten höre ich auf mein Bauchgefühl, und es sagt mir: Ja, ich bin bereit. Bereit für eine Beziehung, für das Eingehen von Risiken, trotz aller Ängste, die damit einhergehen. Denn Ängste gehören dazu, sie sind unvermeidlich. Doch sollten wir uns wirklich ständig fragen, was wäre, wenn? Oder sollten wir nicht viel eher den Mut aufbringen, die Dinge einfach auszuprobieren?

Vielleicht ist es genau das, was wahre Gelassenheit ausmacht: der Mut, sich den Möglichkeiten des Lebens zu öffnen, anstatt sie zu hinterfragen. In der Gelassenheit liegt eine Stärke, die uns befähigt, das Ungewisse zu umarmen und das Leben in all seinen Facetten zu erfahren.

Am Ende sind es genau diese Momente der Offenheit, die uns weiterbringen, uns wachsen lassen und uns zeigen, was wirklich zählt.

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