Jeder Morgen beginnt mit einer gewissen Routine: Kaffee aufbrühen, Zähne putzen, und ein letzter prüfender Blick in den Spiegel, bevor ich zur Arbeit eile. Doch seit Kurzem hat sich in meinen morgendlichen Ablauf ein neues, aufregendes Element eingeschlichen – mein neuer Nachbar. Und nicht irgendein Nachbar, sondern der Nachbar, von dem jede Frau heimlich träumt. Punkt 9:00 Uhr, jeden Tag, kreuzen sich unsere Wege im Treppenhaus. Zufall? Schicksal? Wer weiß das schon. Aber eins ist sicher: Der Typ ist ein echter Hingucker, der sogar meinen stärksten Morgenkaffee in den Schatten stellt.
Er sieht nicht nur gut aus, er duftet auch noch himmlisch. Dieser Duft! So unwiderstehlich, dass ich manchmal überlege, ob ich nicht einen Umweg zur Arbeit machen sollte, nur um ein paar Sekunden länger in seiner olfaktorischen Aura zu verweilen. Eine Mischung aus Moschus und Zitrus, die so perfekt ist, dass ich mich ernsthaft frage, ob man sich in ein Parfüm verlieben kann.
Doch es ist nicht nur der Duft, der mich durcheinander bringt. Da ist auch dieses gewisse Etwas, das mich an die frühen „Sex and the City“-Tage erinnert, als Carrie noch von Mr. Big träumte und die Nächte in New York voller Möglichkeiten waren. Sein Blick ist freundlich, aber irgendwie unergründlich. Ist er schwul? Ist er hetero? Wer weiß das schon. Dieses Rätsel macht die Sache doch erst so richtig spannend.
Jeden Morgen grüßt er mich mit einem leichten Lächeln und einem charmanten „Guten Morgen“. Dabei frage ich mich stets, ob er ahnt, was er damit in mir auslöst. Mein Herz macht jedes Mal einen kleinen Hüpfer, aber auf diese prickelnde Art, die nur Singles kennen. Denn das Single-Leben ist nicht nur die Suche nach der großen Liebe, sondern auch ein Abenteuer, bei dem solche Momente den Alltag in kleine Episoden voller Aufregung verwandeln.
Manchmal stelle ich mir vor, wie er vielleicht genauso rätselhaft über mich nachdenkt, wie ich über ihn. Vielleicht sieht er mich als die mysteriöse Nachbarin, die ihm den Morgen versüßt. Oder bin ich für ihn nur eine von vielen? Wer weiß das schon? Aber genau das ist ja der Reiz – die Ungewissheit, was noch kommen mag, und sich einfach in diesen kleinen Momenten zu verlieren.
Es ist fast so, als hätte ich mein eigenes kleines „Sex and the City“ in unserem anonymen Treppenhaus, das plötzlich gar nicht mehr so anonym wirkt. Und wer weiß, vielleicht ergibt sich daraus eine Geschichte, die ich meinen Freundinnen bei einem Glas Prosecco erzählen werde. Bis dahin genieße ich diese täglichen Begegnungen und das Kribbeln im Bauch – eine kleine, aber feine Aufregung, die das Single-Leben so unendlich spannend macht.
Und morgen um 9:00? Da werde ich wieder im Treppenhaus stehen, gespannt darauf, ob mein sexy Nachbar erneut zur gleichen Zeit auftaucht. Vielleicht kommt ja irgendwann der Moment, in dem einer von uns den ersten Schritt wagt. Aber bis dahin bleibt es aufregend.
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