Es ist vorbei – obwohl es eigentlich nie richtig begonnen hat. Keine große Trennungsszene, keine fliegenden Türen, kein tränenreicher Abschied am Bahnhof. Stattdessen ein Gespräch, das mehr Klarheit brachte als alle unausgesprochenen Gedanken der letzten Wochen. Und das war gut so.
Denn am Ende kann man Gefühle nicht erzwingen. Entweder sie sind da, oder sie sind es nicht. Und wenn nach fünf Monaten immer noch ein großes Fragezeichen über allem schwebt, dann ist das eigentlich auch eine Antwort.
Natürlich gibt es die typischen Sätze: „Ich weiß nicht, was ich will“ oder „Ich kann nicht nachvollziehen, was du empfindest.“ Sie sind nicht böse gemeint, aber sie sind frustrierend. Weil sie Hoffnung machen, wo keine sein sollte. Weil sie einen dazu bringen, sich weiter ins Zeug zu legen – mit kleinen Gesten, mit ehrlicher Zuneigung, mit Momenten, die man verschenkt. Und ja, sie werden geschätzt. Aber sie werden nicht erwidert.
Manche Menschen sind nicht gut darin, über ihre Gefühle zu sprechen. Sie drücken sich lieber schriftlich aus, finden die passenden Worte aber trotzdem nicht. Und irgendwann fragt man sich: Wie lange kann man sich hinter „Ich weiß es nicht“ verstecken, bevor man einfach mal eine Entscheidung trifft?
Ich für meinen Teil habe meine getroffen.
Neue Energie statt Selbstmitleid
Es wäre jetzt einfach, sich in Selbstmitleid zu suhlen. Sich einzureden, dass es eh nie klappt. Aber das ist mir zu anstrengend. Lieber packe ich meine Energie in Dinge, die mir guttun: Lachen mit meinen Freunden, kreative Projekte, ein bisschen Selbstfürsorge – und mich daran erinnern, dass mein Leben nicht von einer einzigen Person abhängt.
Klar, ein kleines bisschen Drama gehört immer dazu. Ein trauriger Song hier, eine nachdenkliche Spaziergangs-Playlist da. Aber danach ist auch wieder gut. Denn wenn ich ehrlich bin: Ich will nicht verbittert werden.
Dating? Natürlich weiter!
Natürlich könnte ich jetzt sagen: „So, das war’s. Männer sind kompliziert. Ich mach Pause.“ Aber ganz ehrlich? Wann hat Resignation jemals glücklich gemacht?
Also nein, ich werde nicht aufhören zu daten. Ich werde nur ein bisschen genauer hinsehen. Ein bisschen mehr auf Zeichen achten. Und vor allem werde ich mich nicht mehr mit „Ich weiß nicht, was ich will“ zufriedengeben.
Denn ich weiß, was ich will. Und das ist ein verdammt guter Anfang.
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