Neulich macht mir eine Bekannte ein ganz einfaches Kompliment: „Tolles Outfit!“ Und was mache ich? Ich sage nicht etwa „Danke“, sondern beginne zu relativieren: „Ach, die Hose hab ich schon seit heute Morgen an, ich war damit auf der Arbeit.“
Warum eigentlich? Warum versuche ich, mich für mein gutes Aussehen zu „entschuldigen“, anstatt mich einfach zu freuen?
Viele von uns kennen diese Reaktion. Statt ein Lob anzunehmen, reden wir es klein, machen Witze oder verlegen uns auf Ausreden. Vielleicht, weil wir nicht arrogant wirken wollen. Vielleicht, weil wir tief drin glauben, dass wir das Kompliment nicht verdient haben.
Doch genau darin liegt das Problem: Wir nehmen uns selbst den Raum, einfach gut zu sein – und es auch zu zeigen.
Drei Tipps, um Komplimente besser anzunehmen:
1. Sag einfach „Danke“: Ohne Erklärung, ohne Entschuldigung. Ein schlichtes „Danke“ ist ehrlich, höflich – und absolut ausreichend.
2. Vermeide das Runterspielen: Wenn jemand dir ein Kompliment macht, will er oder sie dir eine Freude machen – also nimm sie an! Dein Outfit muss nicht besonders teuer oder neu sein, um gut auszusehen.
3. Übe den Perspektivwechsel: Stell dir vor, du machst jemandem ein Kompliment und er wehrt es ab. Das fühlt sich komisch an, oder? Genauso geht es deinem Gegenüber. Lass das Kompliment wirken – es ist ein Geschenk.
Vielleicht ist es an der Zeit, uns selbst etwas großzügiger zu begegnen.
Denn ja: Man darf gut aussehen. Man darf gelobt werden.
Und man darf sich darüber freuen.
Einfach so.
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