Eigentlich war’s nur ein Lunch. Ein ganz normaler Lunch. Zwei alte Bekannte, die sich ewig nicht gesehen haben und dachten: „Komm, schnappen wir uns ’nen Caesar Salad und plaudern ein bisschen über Gott, die Welt und die letzte schlechte Dating-App-Erfahrung.“ So weit, so harmlos.
Dachte ich.
Was ich nicht wusste: Für sie war das kein Lunch-Lunch. Für sie war das ein Date-Date. Mit allem Drum und Dran. Haare frisch geföhnt, Lippenstift knallig, Outfit tighter als mein Terminkalender. Ich sag’s ehrlich: Ich kam casual. Sie kam… ready to mingle.
No shades – sie sah fantastisch aus. Geglättet, geglowt, geglitzert. Ich hingegen? Ich hatte Mühe, mir überhaupt das Hemd zuzuknöpfen, weil ich am Vorabend noch mit McDreamy im Gym war. Upper Body Day mit einem extra Set an Biceps & Blush. Du weisst, wie das läuft.
Wir quatschten locker los – über alte Zeiten, Ex-Geschichten, Lieblingsserien und warum Männer ab 30 plötzlich alle eine Meinung zu Olivenöl haben. Die Stimmung? Unkompliziert. Bis irgendwann, zwischen Hauptgang und Dessert, ihr Blick plötzlich funkelte.
„Hast du Lust, noch zu mir zu kommen?“ – fragt sie, süß wie ein Aperol mit doppeltem Schuss.
„Netflix and Chill?“ fragte ich zurück, obwohl ich die Antwort eigentlich schon kannte.
Ich hab höflich abgelehnt. Sie wirkte überrascht. „Aber… ich dachte, das hier ist ein Date-Date?“
Ich lächelte. „Schätzchen, für mich war das ein Lunch-Date. Nostalgie, ein bisschen Gossip, altes Lachen auffrischen. Kein Turn-down-Service mit Kuschelgarantie.“
Sie verdrehte die Augen und warf trocken hinterher: „Ach komm, Loch ist Loch… (Samantha Jones, lässt grüßen…)
Ich musste schmunzeln. „Stimmt. Aber sorry – du bist nicht mein Loch.“
Wir haben dann beide laut gelacht, noch zwei Cocktails geordert (diesmal extra stark) und uns mit einem ehrlichen „Good Vibes Only“ voneinander verabschiedet.
Fazit?
Wenn du zum Lunch gehst, klär vorher ab, ob Caesar Salad reicht – oder ob du besser gleich auch deine Zahnbürste mitbringst.
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