Wenn Anderssein endlich dazugehört

Ich habe selten einen Superheldenfilm gesehen, der sich gleichzeitig so mutig, so zärtlich und so wohltuend anders anfühlt wie „Fantastic Four“ (2025).

Und ja – es war, als würde man nach Hause kommen. Nicht zu einem Ort, den man kennt. Sondern zu einem, von dem man nie wusste, dass man ihn vermisst hat.

Regisseur Matt Shakman wagt etwas, das im Marvel-Universum selten geworden ist:

Er verlangsamt.

Er atmet.

Er lässt Emotionen Raum.

Während andere auf schnelle Gags und bombastische Action setzen, erzählt „Fantastic Four“ von Zugehörigkeit, Familie und dem Mut, zusammenzubleiben, auch wenn man verschieden ist.

Der Film ist mehr als ein weiterer MCU-Beitrag. Er ist eine Hommage an Außenseiter – und an alle, die sich jemals gefragt haben, wo ihr Platz in der Welt ist. Die Antwort liefert dieser Film: Dein Platz ist dort, wo du du selbst sein darfst. Optisch ist „Fantastic Four“ ein Kunstwerk. Der retro-futuristische Stil – irgendwo zwischen 60s-Flair, warmen Farben und analogem Charme – trifft auf eine berührende Erzählweise. Es wirkt, als würde die Vergangenheit von der Zukunft träumen. Und diese Träume sehen wunderschön aus.

Besonders berührend: Die Handlung spielt in Earth-828 – einer alternativen Realität, benannt nach dem Geburtstag von Comic-Legende Jack Kirby (28. August). Eine stille, aber bedeutsame Verneigung vor dem Mann, der diese Welt einst erdachte.

Was den Film so stark macht, ist nicht nur das Drehbuch, sondern auch der brillante Cast: Jeder einzelne der vier Hauptfiguren bringt Tiefe, Charisma und echte Verletzlichkeit mit – man glaubt ihnen jedes Wort, jedes Zögern, jede Entscheidung. Selten hat sich ein Superhelden-Ensemble so menschlich angefühlt.

Natürlich ist der Film nicht perfekt. Manchmal verweilt er etwas zu lange in Szenen. Aber genau das ist auch seine Stärke: Er verlangt nicht nach Applaus, sondern nach Gefühl. Und das bleibt. Noch lange nach dem Abspann.

Fazit: „Fantastic Four“ (2025) ist kein Film für die nächste laute Explosion. Es ist ein Film für dein Herz. Für alle, die sich jemals fremd fühlten – und nun endlich ihre Menschen finden.

🎬 Unbedingt anschauen. Mutig, liebevoll, anders.

Danke, Matt Shakman.

Danke, Jack Kirby.

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