Love Roulette ist eine moderne Rom-Com, aber nicht eine von denen mit Hochglanzfassade und unrealistischen Prinzen. Es ist ein Film über echte Menschen, echte Beziehungen und echte Fragen, die wir uns alle irgendwann stellen:

Was passiert, wenn Routine plötzlich lauter wird als Gefühle? Was bedeutet Nähe? Freiheit? Vertrauen?
Beim Film geht’s um ein langjähriges Paar Charlie und Max, das kurz vor der Hochzeit den Mut fasst, nochmals neue Freiheiten zuzulassen – und damit ungewollt in einen Sturm aus Emotionen, Unsicherheiten und Humor gerät.
Yvonne Eisenring spielt ihre Rolle mit so viel Natürlichkeit, Charme und Selbstironie, dass es fast schon weh tut – im besten Sinne. Man glaubt ihr jedes Wort, jede Entscheidung, jeden Blick. Man spürt, was diese Figur fühlt.
Und Max Hubacher… wow. Diese beiden tragen den Film mit einer Tiefe und Leichtigkeit, die perfekt funktioniert.
Regisseur Chris Niemeyer hat hier seinen ersten Spielfilm abgeliefert – und er bringt frischen Wind ins Schweizer Kino. Das Ganze wirkt modern, frech, mutig und gleichzeitig sehr nah am echten Leben.
Und auch meine Freunde, die nichts mit Podcasts oder der Schweizer Medienszene zu tun haben, sagten einstimmig: „Das ist ein richtig guter moderner RomCom – ehrlich, direkt, und genau wie Dating heute ist.“
Kein Schönreden. Kein Kitsch, der nicht passt. Sondern Realität, Humor, Herz und ein bisschen Chaos – so wie wir alle es kennen.
Zürich – mehr als eine Kulisse
Was mich als Zürcher besonders berührt hat: Die Stadt ist in diesem Film nicht nur Hintergrund. Sie ist ein eigener Charakter. Du erkennst Bars, Restaurants, Parks, Strassen, kleine Ecken – Orte, die wir alle kennen, an denen wir essen, reden, daten, scheitern, hoffen, leben.
Man sitzt im Kino und denkt ständig: „Hey, dort war ich letztens essen!“ oder „Das ist doch genau der Park, wo ich immer durchlaufe.“
Und am Ende fühlt man einfach nur: Ja. Das ist Zürich. Das ist mein Zuhause.
Und genau dort spielt Love Roulette – mitten im echten Leben.
Ohne zu spoilern: Es gibt im Film Momente, in denen ich mich so sehr selbst gesehen habe, dass ich lachen musste. Szenen über Kennenlernen, über Gespräche, die keine Gespräche sind, über Menschen, die ghosten, über Flirts, die an einer Bar komplett schiefgehen…
Ich glaube, jeder von uns hat mindestens eine Szene, bei der man denkt: „Wow, das bin ja echt ich!“
Zum Schluss bleibt nur eines: Danke.
Danke, Yvonne Eisenring, für deinen Mut und deine Vision. Ich erinnere mich noch daran, wie ich deinen ReiseDok „Yuujou the Friendship Experiment“ auf Apple TV gekauft habe und dachte: „Wow, diese Frau muss ich einmal treffen.“ Dass ich nun Teil deines Films sein durfte, bedeutet mir mehr, als man auf Papier bringen kann.
Danke an Maya, die ich am Set kennenlernen durfte – eine Begegnung, eine Freundschaft die geblieben ist.
Danke an den ganzen Cast, Statisten und die Film-Crew für einen Film, der warm, ehrlich und überraschend tief ist.
Oh…und so nebenbei: Maya und ich standen neben Kevin Dias – ja, dem Kevin Dias aus Emily in Paris – am Mittwoch an der Weltpremiere. Also haben wir das Foto gemacht – ein Moment, den man nicht zweimal bekommt. Und das Beste: Danach hatten wir sogar noch einen kurzen, herzlichen Smalltalk mit ihm. Ein unerwartet warmer Austausch über den Film und das Leben.

Und ein großes Shout-out an meinem langjährigen Friseur und Freund, Kerem vom Liquid Hair Salon – Hände aus Gold. Niemand stylt Haare so wie er. Die vielen Komplimente an diesem Abend haben es bestätigt.
Mein Fazit:
Love Roulette ist für mich ein Film, der Mut macht, weil er zeigt, dass Beziehungen heute komplex, manchmal chaotisch, aber immer zutiefst menschlich sind. Es ist kein idealisierter Rom-Com-Märchenzauber, sondern ein ehrlicher Blick auf die kleinen Brüche, die Zweifel, die Sehnsucht und die vielen leisen Entscheidungen, die Liebe ausmachen. Und genau das trifft mitten ins Herz.
Ich wünsche mir für alle Zuschauerinnen und Zuschauer, dass sie sich – so wie ich – in kleinen Momenten wiederfinden. In einem Blick, einer Szene, einem Satz. Dass sie lachen, nicken, vielleicht auch kurz innehalten und denken: „Ja… das kenne ich.“ Und dass sie spüren, wie viel Herzblut in diesem Projekt steckt – von Yvonne, vom gesamten Team und von allen, die an diesen Film geglaubt haben.
Love Roulette zeigt uns, dass Liebe nicht perfekt sein muss, um echt zu sein.
Und dass es manchmal genau die unbequemen Gespräche, die mutigen Entscheidungen und die unerwarteten Wendungen sind, die uns näher zu uns selbst bringen.
Für mich bleibt dieser Film ein Geschenk – an Zürich, an die heutigen Beziehungen, an die kleinen Schwächen, die wir alle haben, und an all die schönen, unplanbaren Momente dazwischen.
Und ich bin einfach dankbar, dass ich ein kleiner Teil davon sein durfte.
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