Fairytales Rewritten – Ein Märchen, das wir uns selbst zurückholen

Die Idee zu Fairytales Rewritten begann vor drei Jahren – als kleiner Funke, irgendwo zwischen Nostalgie und dem Wunsch, endlich Geschichten zu erzählen, in denen wir vorkommen. Diesen Sommer, mit ein paar Freund*innen aus England und Deutschland, wurde aus diesem Funken ein Feuer. Wir schrieben, diskutierten über Nächtelange Chats, lachten, strichen, fügten hinzu. Und plötzlich waren 26 Songs da.

Zu viele, zu ehrlich, zu groß für ein einziges Album. Also habe ich reduziert, verdichtet, gefiltert – bis neun Geschichten übrig blieben. Das Album umfasst 12 Tracks, aus einem queeren Multiversum, das genau so bunt, widersprüchlich, verletzlich und frei ist wie wir selbst.

Im Zentrum steht Prince Max, der im Track The Prince Who Wanted More das ausspricht, was Disney nie erzählen wollte. Märchenprinz zu sein klingt romantisch – bis man merkt, dass man nie eine eigene Story hatte. Was, wenn der Prinz die Prinzessin gar nicht will? Was, wenn er mehr sucht als das vorgegebene Happy End?

Neben ihm schwimmt Merman Jonathan, der nicht zwischen zwei Welten feststeckt, sondern endlich seine eigene definiert. Keine Meerjungfrau-Agenda, kein „halb hier, halb dort“ – sondern ein Mann, der sich sein Reich selbst baut.

Und dann sind da die Sidekicks, die sonst nur lachen, nicken, tragen, helfen dürfen.

Hier aber bekommen Henry & Amber ihre Stimme – und singen: Sidekicks Have Feelings Too. Henry, der loyale Centaur, der in Wahrheit viel verletzlicher ist, als er wirkt. Amber, die Wald-Nymphe, die uns beibringt, dass Humor auch eine Form von Heilung ist. In diesem Multiverse stehen Sidekicks nicht neben der Story – sie tragen sie.

Andere Figuren sind keine Fabelwesen, sondern aus unserer Gegenwart.

Wie Evan, ein cis-Mann, der heimlich als Drag Queen lebt und versucht, zwei Wahrheiten in einem Leben unterzubringen. Seine Figur basiert auf einer echten Geschichte – und zeigt, wie schmerzhaft und gleichzeitig befreiend Authentizität sein kann.

Fairytales Rewritten ist kein Märchenbuch.
Es ist ein Ort. Ein Raum für all die queeren Kids in uns, die nie die Helden ihrer eigenen Geschichte waren. Ein Erinnern daran, dass wir genauso Magie verdienen wie alle anderen – nur eben in einer Sprache, die uns gehört.

Ich habe dieses Album für die Community gemacht.
Für die, die mutig sind und für die, die es erst noch werden wollen.

Für jene, die sich nie in alten Erzählungen fanden – und jetzt endlich ihre eigenen schreiben.

Und heute, exklusiv hier, seht ihr die Artworks der Songs, bevor sie in die Welt hinausgehen.

Das Album erscheint morgen 06.12. auf Spotify. Link folgt.

Ein Tag, an dem wir ein Stück wunderbares Chaos, Schmerz, Glitzer und Mut gemeinsam neu erzählen.

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